Feuerwehrmagazin
Gelb-blaue Leuchte
Nottuln (NW) – „Hellcat“ heißt eine neue LED-Rundumkennleuchte, die Techno Design in sein Sortiment aufgenommen hat. Besonderes Merkmal: Die Leuchte lässt sich von Gelb- auf Blaulicht umschalten.
LEDs und Linsensysteme der „Hellcat“ sind unter einer farblosen transparenten Lichthaube in zwei Ebenen angeordnet: Oben befinden sich die Elemente für das gelbe Licht, unten die für das blaue.
Als Betriebsspannungen lassen sich 12 V und 24 V wählen. Die Rundumkennleuchte besitzt eine Typgenehmigung nach ECE-R 65 „Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung von Kennleuchten (Warnleuchten) für Blinklicht für Kraftfahrzeuge“.
Feuerwehrmänner werden Helden nach Busunfall
Pfaffenhofen (BY) – Drei freiwillige Feuerwehrmänner aus Pfaffenhofen (Kreis Dachau) waren mit in dem am Mittwoch mit einer Kindergruppe auf der Autobahn 92 verunglückten Bus. Klaus Sedlmeier, Christian Tratz und Andreas Riedlberger erlitten selbst Verletzungen, befreiten aber sich und die Kinder aus dem umgestürzten Reisebus. “Süddeutsche.de” berichtet über die Heldentat. Über die Anzahl der verletzten Kinder gibt es in unterschiedlichen Medien widersprüchliche Angaben.
Artikel: “Die Helden von Pfaffenhofen” (23. August 2012, Süddeutsche.de)
Ferienende: Grundschule abgebrannt
Remscheid (NW) – Ein Großbrand zerstörte am Donnerstag eine Grundschule in Remscheid. Rund 50 Kinder befanden sich bei Brandausbruch noch im Gebäude, konnten sich aber rechtzeitig in Freie retten. Die Flammen breiteten sich schnell aus. Es war der erste Schultag nach den Ferien.
Gegen 15 Uhr hatte ein Lehrer den Brand in einem Klassenraum bemerkt. Ihm blieb nur noch, die Tür zu schließen und den Notruf abzusetzen. Weitere Erwachsene führten die Kinder der Nachmittagsbetreuung aus dem Gebäude. Als die Feuerwehr eintraf, hatten sich die Flammen bereits durch die Zwischendecken bis ins Dach ausgebreitet. Mit einem massiven Löschangriff bekämpften die Einsatzkräfte den Brand.
Am ersten Schultag nach den Ferien brannte eine Grundschule in Remscheid (NW). Mit einem Großaufgebot bekämpften Berufs- und freiwillige Feuerwehren die Flammen. Foto: Ralf Kollmann
Zum Einsatz kam die Berufsfeuerwehr und alle freiwilligen Feuerwehren der Stadt. Zur Unterstützung rückten Kräfte aus Wuppertal an. Über drei Drehleitern löschte die Feuerwehr den Brand im Dachbereich. Einige Stunden dauerte der Feuerwehreinsatz.
Notfallseelsorger kümmerten sich um die verängstigten Schüler, bis ihre Eltern sie abholten. Die Ermittler der Polizei nahmen nach Ende der Löschmaßnahmen die Untersuchung zur Brandursache auf. Vermutlich war das Feuer durch einen technischen Defekt an einem Computer ausgebrochen.
Der Schulbetrieb ist in dem Gebäude in den nächsten Monaten nicht möglich. Etwa 250 Kinder müssen auf andere Grundschulen verteilt werden.
Vier Kinder sterben bei Brand in Saarbrücken
Saarbrücken – Ein Dachstuhlbrand wütete am frühen Freitagmorgen im Saarbrücker Stadtteil Burbach. Dabei kamen vier Kinder ums Leben. Zwei Erwachsene und ein Baby konnten über eine Drehleiter gerettet werden.
Um 4.39 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Dachstuhlbrand mit Menschenrettung nach Saarbrücken-Burbach alarmiert. Zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr rückten zur Einsatzstelle aus. Als die Kräfte eintrafen, drang dichter Rauch aus dem Dachgeschoss eines Wohngebäudes. Personen machten sich an den Fenstern bemerkbar. Umgehend brachten die Feuerwehrmänner zwei Drehleitern in Stellung und retteten zwei Erwachsene sowie ein Baby aus dem Gebäude. Sie wurden in ein Krankenhaus gebracht.
Über den Treppenraum ging ein Angriffstrupp in das Mehrfamilienhaus vor. Der Trupp rettete ein weiteres Kind und übergab es dem Rettungsdienst. Noch am Einsatzort starb das Kind. Die Leitstelle alarmierte Notfallseelsorger zur Einsatzstelle.
Weitere Trupps gingen zum Innenangriff vor. In der Brandwohnung machten die Trupps eine schreckliche Entdeckung. Sie fanden drei leblose Kinder. Auch für sie kam jede Hilfe zu spät. Die verstorbenen Kinder waren zwischen drei und sieben Jahre alt.
Die Ermittlungen zur Brandursache ergaben noch kein endgültiges Ergebnis. (Foto: Jürgen Jung)
Inhaber bei Explosion von Kfz-Werkstatt getötet
Kirchboitzen (NI) – Bei einer Explosion in seiner eigenen Kfz-Werkstatt in Kirchboitzen (Heidekreis) kam der Besitzer am frühen Mittwochnachmittag ums Leben. Zwei weitere Personen erlitten Verletzungen.
Ein Nachbar hörte gegen 14.30 Uhr einen lauten Knall. Als er zu der Werkstatt mit angeschlossener Tankstelle blickte, sah er Glassplitter herumfliegen. Der Rettungssanitäter eilte zum Nachbargrundstück und fand den Werkstatt-Inhaber mit lebensgefährlichen Verletzungen vor. Zwei Mitarbeiter hatten sich bei der Explosion ebenfalls verletzt. Doch der Nachbar kümmerte sich zunächst um den Inhaber. Hinzu geeilte Personen setzten parallel den Notruf ab.
Für den Transport des lebensgefährlich verletzten Mannes flog ein Rettungshubschrauber den Einsatzort an. Mit dem kam der Werkstatt-Inhaber in eine Klinik, erlag dort wenig später seinen Verletzungen. Auch seine Mitarbeiter wurden in einem Krankenhaus versorgt. Für die Betreuung der Angehörigen rückte das Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuz an.
20 Kräfte der Feuerwehren Kirchboitzen und Altenboitzen und ein Großaufgebot des Rettungsdienstes kamen zum Einsatz. Nach Polizeiangaben lösten Schweißarbeiten die Explosion aus. Nähere Angaben zur Ursache konnten die Ermittler noch nicht machen. (Foto: Thomas Bösewill)
30 Kinder nach Busunfall verletzt
Freising (BY) – Am Mittwochnachmittag kam es gegen 15.20 Uhr auf der Autobahn 92 bei Freising zu einem Busunfall. In dem Bus war eine Kindergruppe unterwegs. 30 Kinder wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Die gute Nachricht: Mittlerweile schwebt niemand mehr in Lebensgefahr.
Die Gruppe war auf dem Rückweg von einer Besichtigung des Flughafen München. Augenzeugen berichteten, dass der Bus bei Starkregen und Hagelschlag ohne Fremdeinwirkung ins Schleudern geriet und umstürzte. Scheiben flogen raus, die Kinder schleuderten durch den Bus. Nach Angaben eines Polizeisprechers seien sie zwischen acht und 14 Jahre alt gewesen. Auch der Busfahrer und zwei Betreuer erlitten Verletzungen.
Ein Großaufgebot mit über 120 Kräften von Feuerwehr und Rettungsdienst rückte an. Am Einsatzort galt es zunächst, die chaotische Lage in den Griff zu bekommen. Kinder schrien und liefen durch die Gegend. Eine Person musste die Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät aus dem Bus befreien. Zum Transport der Jugendlichen kamen auch Rettungshubschrauber zum Einsatz.
Zwei Gutachter der Staatsanwaltschaft Landshut hatten die Ermittlung zur Unfallursache vor Ort aufgenommen. Bislang gibt es kein abschließendes Ergebnis.
30 Kinder und drei Erwachsene erlitten Verletzungen bei einem Busunfall auf der Autobahn 92 in der Nähe von Freising (BY). Foto: fib/Sobo
Weinheimer Kampagne gegen Hydrantenparker
Weinheim (BW) – Die Freiwillige Feuerwehr Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis) hat es satt, dass Falschparker Hydranten und somit schnelle Löschmaßnahmen blockieren. Mit einer Flyer-Aktion will die Feuerwehr die Bürger auf das rücksichtslose Verhalten aufmerksam machen.
“Im Mai dieses Jahres kam es zu einem Wohnungsbrand am Weinheimer Marktplatz. Auch hier war der am nächsten gelegene Hydrant zugeparkt, so dass sich die Weinheimer Feuerwehr einen anderen suchen musste”, berichtet die Feuerwehr in ihrer Pressemeldung. Bei der Suche nach weiteren Wasserentnahmestellen können Einsatzkräfte wertvolle Zeit verlieren.
Die Weinheimer Feuerwehrmänner Sven Buerholt, Abteilung Sulzbach, und Dirk Preuss, Abteilung Lützelsachsen–Hohensachsen, ergriffen die Initiative. Es geht jedoch nicht darum Falschparker anzukreiden, sondern sie über die möglichen Auswirkungen der Unachtsamkeit aufklären. Buerholt und Preuss entwickelten einen Flyer (siehe Bild). Mit diesem Handzettel möchte die Feuerwehr Weinheim die “Hydrantenparker” auf ihr Fehlverhalten hinweisen.
Tödlicher Frontalzusammenstoß
Aukrug (SH) – Montagnachmittag kam es zwischen den Ortschaften Aukrug und Gnutz (Kreis Rendsburg-Eckernförde) zu einem dramatischen Verkehrsunfall. Ein Mann starb, zwei weitere Personen erlitten zum Teil schwere Verletzungen.
Der Unfall ereignete sich gegen 16.50 Uhr. Ein 40-jähriger Aukruger befuhr mit seinem Opel Astra die Landesstraße 121 aus Gnutz kommend in Richtung Aukrug. In einer Rechtkurve geriet er mit seinem Wagen auf die Gegenfahrbahn. Hier touchierte er zunächst mit seinem linken Außenspiegel den linken Außenspiegel eines entgegen kommenden Autos. Dessen 57-jähriger Fahrer konnte sein Fahrzeug jedoch unter Kontrolle halten und blieb unverletzt. Unmittelbar danach kam es zum Frontalzusammenstoß des 40-Jährigen mit einer ebenfalls aus Richtung Aukrug kommenden Mercedes A-Klasse, besetzt mit 71 Jahre alten Zwillingsbrüdern. Durch die enorme Wucht des Aufpralls wurden beide Fahrzeuge in die Straßengräben geschleudert.
Der 40-jährige Unfallverursacher erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Der Fahrer des Mercedes erlitt schwere Verletzungen und musste mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 42“ in die Uniklinik Kiel geflogen werden. Sein Beifahrer kam mit leichteren Verletzungen in das Friedrich-Ebert-Krankenhaus nach Neumünster.
Die Freiwillige Feuerwehr Nortorf musste den Opel-Fahrer mit hydraulischem Rettungsgerät sehr aufwändig aus dem Wrack schneiden. Die FF Aukrug-Böken übernahm Aufräum- und Absperraufgaben. Für die Kameraden, die bei der Bergung bis an ihre Belastungsgrenzen gingen, wurden zwei Feuerwehr-Seelsorger eingesetzt. An den beiden Unfallfahrzeugen entstand Totalschaden in Höhe von etwa 30.000 Euro. Ermittler der Polizei nahmen die Untersuchungen zur Unfallursache auf. (Text & Foto: Holger Bauer)
Wassermelder zum Vernetzen
Langenhagen (NI) – Gutkes hat einen neuen Wassermelder auf den Markt gebracht. Bei Leckagen an Wasch- oder Geschirrspülmaschinen, überlaufenden Badewannen oder anderer ungewollter Nässe schlägt der „FMW 3552“ Alarm.
Der Melder besitzt Sensorflächen am Gehäuseboden. Sobald diese mit Flüssigkeit in Berührung kommen, schließt sich ein Stromkreis und ein Dauerton warnt mit zirka 85 dB. Die Montagehöhe der Sensoren bestimmt, bei welchem Wasserstand der Melder auslösen soll. So lassen sich die Sensoren auch losgelöst vom eigentlichen Gerät bodennah montieren. Die Verbindung zum Melder erfolgt dann mit einem 1,5 m langen Kabel.
Per Zwei-Draht-Verbindung lässt sich der Wassermelder mit 9-V-„Flammex“-Rauchmeldern vernetzen, sodass diese ebenfalls bei drohender Wohnungsüberflutung Alarm geben können. Für die getrennte Schaltung von Steuerstrom- und Arbeitsstromkreis bietet Gutkes passende Relais zur Zwischenschaltung an. So sollen im Unterschied zu anderen Produkten auf dem Markt mit ausschließlich potentialfreiem Kontakt auch 230-V-Geräte mit großer Schaltleistung – wie beispielsweise Wasserpumpen – gesteuert werden können.
Zum Lieferumfang des „FMW 3552“ zählt eine 9-V-Blockbatterie. Laut Gutkes lässt sich der Wassermelder damit etwa zwölf Monate betreiben.
Großeinsatz nach S-Bahn-Unfall in Berlin
Berlin – Dienstagmittag entgleiste in Berlin im Ortsteil Tegel eine S-Bahn. Sechs Personen erlitten Verletzungen. Die Feuerwehr musste insgesamt 47 Passagiere aus den Waggons retten.
Um 11.43 Uhr alarmierte die Leitstelle der Berliner Feuerwehr ein Großaufgebot an Einsatzkräften mit dem Stichwort “Zugunfall”. Zwischen den Bahnhöfen Tegel und Schulzendorf war kurz zuvor die S-Bahn der Linie 25 entgleist. Alle sechs Waggons sprangen dabei von den Schienen, stellten sich teilweise quer.
Die Feuerwehr rettete 47 Menschen, einige hatten sich zumindest schon aus dem Zug befreien können. Für zwei Rollstuhlfahrer bauten die Einsatzkräfte eine improvisierte Rampe. Fünf Fahrgäste und der Fahrer des Triebwagens erlitten Verletzungen. Der Rettungsdienst versorgte sie und brachte sie zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser.
S-Bahn-Unfall im Berliner Ortsteil Tegel. Foto: Detlef Machmüller
Es ging alles relativ schnell. Bereits eine Stunde nach der Alarmierung übergab der Einsatzleiter die Einsatzstelle dem Notfallmanager der Bahn. Rund 80 Kräfte kamen zum Einsatz – unter anderem mit fünf Lösch-Hilfeleistungsfahrzeugen, drei Drehleitern, zehn Rettungswagen, drei Notarzteinsatzfahrzeugen. Sogar ein Rettungshubschrauber hatte die Einsatzstelle angeflogen.
Über die Ursache des Unfalls konnten noch keine Angaben gemacht werden.
Eigenschutz bei Hitze: Jacke aus, viel trinken
Bremen – Fast 40 Grad Celsius zeigten die Thermometer am letzten Wochenende in weiten Teilen Deutschlands an. Die Feuerwehr Dortmund wies die Bürger bereits im Vorfeld auf das richtige Verhalten bei starker Hitze hin. Aber was ist mit den Einsatzkräften? Feuerwehrmagazin.de hat drei Führungskräfte dazu befragt.
Dr. Jan Heinisch, Vorsitzender des Verband der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen: “Meines Erachtens prüft eine gute Führungskraft bei solch außergewöhnlichen Wetterbedingungen immer alle Erleichterungsmöglichkeiten – schon aus der Verantwortung der Mannschaft gegenüber. Wenn es Unfallverhütungsvorschrift und Einsatzgeschehen zulassen: Warum sich dagegen aussprechen?”
Arne Sicks, Amtsleiter der Berufsfeuerwehr Salzgitter (NI): “Marscherleichterung zu befehlen, obliegt dem Einsatzleiter. Bei Rettungsmaßnahmen nach Verkehrsunfällen müssen die Einsatzkräfte, die direkt an einem verunfallten Pkw arbeiten, natürlich die notwendige Persönliche Schutzausrüstung tragen. Und wenn die Feuerwehr über keine ,leichten Jacken‘ verfügt, fällt die Wahl auf die schweren Überjacken. Aber für die Kameraden in der zweiten Reihe wäre es eine große Erleichterung, ihre Jacken abzulegen, dann gilt aber das Tragen von Warnwesten als obligatorisch. Außerdem sollten Personen, die nicht ins direkte Einsatzgeschehen eingebunden sind, Schatten aufsuchen. Im Vorfeld ist es ratsam, immer ausreichend Getränke in den Fahrzeugen zu verstauen. Dies sollte bei Einsatzfahrzeugen mit Atemschutzgeräten auch unabhängig von der Wetterlage passieren.”
Friedhelm Schmidt, Stadtbrandinspektor der Feuerwehr Korbach (HE): “Die Auswahl von Persönlicher Schutzausrüstung bei Einsätzen und Übungen basiert auf einer Gefährdungsbeurteilung. Gerade bei den derzeit hohen Außentemperaturen wäre es mehr als unangemessen, wenn beispielsweise ein Feuerwehrmann bei der Beseitigung einer Ölspur die komplette Feuerschutzkleidung tragen würde. Bei dieser Art Einsatz ist es ausreichend, wenn er über einem T-Shirt die entsprechende Warnkleidung trägt. Die Einsatzleiter haben bei der Anordnung der PSA auch eine Fürsorgepflicht. Es ist nach meiner festen Überzeugung unangemessen, gerade in der heißen Jahreszeit, mehr Schutzkleidung tragen zu lassen, als unbedingt für den jeweiligen Einsatz erforderlich ist.”
Fotograf Andreas Rosar erlebte am vergangenen Wochenende eine für ihn unbegreifliche Szene bei einem Einsatz: “Ich sollte von den Feuerwehrkräften in T-Shirts keine Fotos machen, weil es ihnen eigentlich auch nicht bei solch hohen Temperaturen gestattet sei, ihre Jacken auszuziehen.”
Ein Tipp aus der Redaktion des Feuerwehr-Magazins lautet noch, in den Sommermonaten Sonnencreme in die Hygienebox des Einsatzfahrzeuges zu legen. Wenn bei lang andauernden Einsätzen in der prallen Sonne die Jacken abgelegt werden, ist die Haut nicht geschützt. Aufschlagsfoto: Kurt Michel / pixelio.de
Bauernhof nach Blitzeinschlag abgebrannt
Heldenstein (BY) – In der Nacht zu Dienstag wurde ein landwirtschaftliches Anwesen in der Gemeinde Heldenstein (Kreis Mühldorf am Inn) ein Raub der Flammen.
Gegen 2 Uhr bemerkten Anwohner den Brand und setzten den Notruf ab. Für die Feuerwehren rund um Heldenstein wurde Großalarm ausgelöst. Als die ersten Einsatzkräfte wenig später am Brandobjekt eintrafen, stand ein Großteil eines Stallungsgebäudes bereits in Flammen. Die Feuerwehr konzentrierte sich zunächst darauf, alle Tiere zu retten. Mit Erfolg.
Die Polizei nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf. Vermutet wird, dass ein Blitzschlag das Feuer ausgelöst haben könnte. Den Schaden schätzen die Ermittler auf etwa 500.000 Euro. Foto: fib/Eß
Wohnwagenbrand bedroht Gebäude
Lohmar (NW) – Sonntagnachmittag ging ein Wohnwagen in Lohmar (Rhein-Sieg-Kreis) in Flammen auf. Der Brand drohte auf ein Wohnhaus überzugreifen.
Es war 15.59 Uhr, als die Freiwillige Feuerwehr Lohmar zu dem Brand alarmiert wurde. Mit einem Löschzug rückten die Einsatzkräfte an. Bei ihrem Eintreffen brannte der Wohnwagen in voller Ausdehnung. Durch die Wärmestrahlung waren Rollladen des angrenzenden Wohnhauses bereits geschmolzen, Fenster geschwärzt.
Stadtbrandinspektor Klaus Boddenberg befahl als Einsatzleiter, eine Riegelstellung zum Gebäude aufzubauen und den Brand mit einem massiven Löschangriff zu bewältigen. Aus dem Anhänger holten die Aktiven noch eine Gasflasche raus. Der Wohnwagen brannte komplett aus, aber die Brandausbreitung konnten die Einsatzkräfte verhindern.
Im Inneren des Wohnhauses kontrollierten die Kameraden noch die Räume nach Glutnestern. Den Wohnwagen deckten die Feuerwehrangehörigen mit Schaum ab. Direkt im Anschluss an die Löschmaßnahmen begann die Polizei mit der Ermittlunh der Brandursache. (Foto: Alexander Gehlen / FF Lohmar)
Große Suchaktion mit glücklichem Ausgang
Verden (NI) – Am Samstagmorgen suchte ein Großaufgebot von Einsatzkräfte die Weser bei Verden nach Personen ab. Die Einsatzmeldung lautete, ein Passagierboot seit an der Allermündung zur Weser mit einem anderen Schiff kollidiert und kurz danach gekentert. Im Wasser trieben Schwimmwesten.
Das vermeintliche Unglück passierte gegen 9.20 Uhr. Nach Eingang der Notrufe wurde neben der Feuerwehr Verden auch das THW und die DLRG alarmiert. Stundenlang suchten die Kräfte mit insgesamt fünf Booten nach Opfern des Unglücks. Mit einer Wärmebildkamera kontrollierten sie den Uferbereich. Weitere Unterstützung erhielten die Helfer durch zwei Rettungshubschrauber und einen Polizeihubschrauber aus der Luft.
Nach einiger Zeit entdeckten die Einsatzkräfte ein auf Grund liegendes Motor-Schlauchboot. Ein Landwirt half bei der Bergung. “Während des Einsatzes stellte sich heraus, dass das Boot von den Eigentümern am Freitagabend gegen 18 Uhr in Höltenwerder (Verden) zu Wasser gelassen worden war und dort zuletzt gesehen wurde. Vermutlich in der Nacht von Freitag auf Samstag hatten Unbekannte das motorbetriebene Boot entwendet”, lautet die Erklärung in der Pressemeldung der Feuerwehr.
So brach der Einsatzleiter die Personensuche nach rund zwei Stunden ab. Die rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren Verden und Eissel, der Feuerwehr-Technischen-Zentrale Verden, der DLRG Verden, des THW Achim, des Rettungsdienstes sowie der Polizei rückten wieder ein.
Ein Großaufgebot suchte in Verden nach Opfern eines vermeintlichen Bootsunglücks. Foto: ffver.de
Computer überwacht Bordbatterie
Lauterbach (HE) – Über den Zustand der Batterien in Einsatzfahrzeugen informiert der neue „LCD-Batterie-Computer S“ von Votronic. Er überwacht den fließenden Strom der Bordbatterie und gibt Auskunft über die noch vorhandene Batteriekapazität. Davon unabhängig ist eine weitere Anzeigemöglichkeit für die Spannung einer zweiten Batterie vorhanden.
Der „LCD-Batterie-Computer S“ registriert und bewertet alle Batterie-Reaktionen. Alle Lade- und Entladeströme werden mitgezählt. Batteriegröße, Selbstentladung, und Batteriebelastung berücksichtigt das Gerät anhand einprogrammierter Kennlinienfelder. Selbst kleinste Leckströme erfasst und registriert der elektronische Helfer.
Aus den gemessenen Werten und der Batteriegröße wird dann die Restkapazität der Batterie errechnet. Das Ergebnis ist die korrekte Anzeige des Ladezustandes (der noch entnehmbaren Kapazität/Restladung) der Bordbatterie als Zahlenwert in Amperestunden (Ah) und in Prozent (%) sowie als Füllstands-Balken, wie bei einer Tankuhr.
Ein automatischer Schutz gegen Tiefentladung und eine Not-Ein-Funktion (Weiterversorgung von Verbrauchern per Tastendruck) sind weitere Funktionen. Das Gerät kann somit auch als fernbedienter Batterie-Hauptschalter (ein/aus) verwendet werden.
Geringe Einbautiefe
Durch die geringe Einbautiefe (18 mm) soll eine einfache Montage an fast jeder Stelle möglich sein. Ein Präzisions-Messwiderstand (Mess-Shunt: 100 A, 200 A oder 400 A) gehört zum Lieferumfang.
Der Batterie-Computer ist mit einem weiß beleuchteten LCD-Display ausgestattet, das auch aus größerer Entfernung und bei ungünstigen Lichtverhältnissen gut ablesbar sein soll. Zusätzlich verfügt das Gerät über einen frei programmierbaren Schaltausgang, der für diverse Steuer-, Kontroll- und Warnzwecke genutzt werden kann. Die Ein- und Ausschaltpunkte sind frei und unabhängig voneinander einstellbar.
Lieferbar ist der „LCD-Batterie-Computer S“ als Panel-Version oder mit Aufbaugehäuse. Er eignet sich für alle Bleibatterietypen (Säure, Gel, Absorbent Glass Mat/AGM) mit 12 V und 24 V Batteriespannung. Der Stromverbrauch ist laut Votronic sehr gering.
Aus Frust: Kamerad gibt Medaille ab
Bad Honnef (NW) – Siegfried Eitel, Aktiver der Löschgruppe Rhöndorf in Bad Honnef (Rhein-Sieg-Kreis), gab seine Dankmedaille an die Bürgermeisterin der Stadt zurück. Er hatte sie 2007 für sein ehrenamtliches Engagement erhalten. Eitel machte so seine Verärgerung um ständige Verzögerungen im Baustart eines neuen Feuerwehrhauses deutlich. Gegenüber dem “General-Anzeiger” betonte er, dass es nicht um Effekthascherei ginge, sondern um die Glaubwürdigkeit der Unterstützung fürs Ehrenamt.
Artikel: “Siegfried Eitel gibt Dankmedaille zurück” (17. August 2012, General-Anzeiger Bonn)
Dumme Benzindiebe sind nun etwas schlauer
Bad Driburg (NW) – Ein Trio Benzindiebe aus Bad Driburg (Kreis Höxter) wusste bis Mittwoch offenbar nicht, dass Benzin leicht entzündlich ist. Das hat sich geändert. Bei einem ihrer nächtlichen Raubzüge entzündeten sie ein Feuerzeug, worauf sich das flüssige Diebesgut sowie ein Pkw mit einer heftigen Stichflamme entzündeten.
Die drei jungen Männer im Alter zwischen 19 und 22 Jahren wollten in der Nacht zu Mittwoch aus einem BMW Benzin klauen. Der Wagen stand auf einem Discounterparkplatz. Obwohl die Diebe bereits zum siebten Mal zuschlugen und sie somit über so etwas wie “Berufserfahrung” verfügten, lief es in der Nacht nicht so glatt wie erhofft. Einer der Drei bohrte ein Loch in den Kraftstofftank, um das Benzin in eine Wanne laufen zu lassen. Als der Kraftstoff nicht mehr lief, wollte einer aus der Bande Licht machen und entzündete hierzu ein Feuerzeug. Es kam wie es kommen musste, die Benzindämpfe verpufften und setzten den Wagen in Brand. Während das Auto in Flammen aufging und von der Feuerwehr gelöscht werden musste, blieben die Diebe unverletzt. Sie flüchteten in eine Wohnung in Bad Driburg, wo sie wenig später von der Polizei festgenommen wurden.
Die drei Arbeitssuchenden gestanden alle sieben Benzindiebstähle, sowie noch weitere Straftaten. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft setzte die Polizei die Männer nach ihrem Geständnis wieder auf freien Fuß. Gegen sie ist ein Strafverfahren eingeleitet worden. (Symbolfoto: Thomas Weege)
Karate in der Jugendfeuerwehr
Berlin – Ab jetzt wird in den blau-orangenen Jugendfeuerwehr-Anzügen Karate gekämpft. „Fairness und Fitness in der Jugendfeuerwehr“ lautet das Motto der Kooperation zwischen Deutsche Jugendfeuerwehr (DJF) und Deutschem Karate Verband (DKV).
Thomas Weigert (links), Jugendwart der Freiwilligen Feuerwehr Markt Donaustauf und sein Vater Wolfgang Weigert, Vizepräsident des Deutschen Karate Verbands. Foto: Weigert.
Jugendfeuerwehr und Karateverband wollen Fitness und Gesundheit mit Respekt und Fairness verbinden. Das Projekt ist ein erster Baustein DJF-Kampagne „KLAR – Körperbewusst, Lebensfroh, Aktiv und Rundum zufrieden“. Im Mittelpunkt der Kooperation zwischen DJF und DKV steht, dass Karatetrainer für die JF in ihrem Ort bis zu vier Trainingseinheiten kostenlos anbieten.
Für die Jugendfeuerwehr spielt das Sportangebot eine wichtige Rolle. “Gesundheit, Fitness und Wohlbefinden werden von Kindern und Jugendlichen als etwas Selbstverständliches wahrgenommen, aber sie sind es nicht!”, betont Johann Peter Schäfer, Bundesjugendleiter der DJF. “Jeder sollte sich mit seinem Körper und seinem Sein bewusst wahrnehmen und sorgsam mit sich selber umgehen. Dafür möchten wir eine Sichtweise eröffnen. Warum nicht einmal etwas Neues ausprobieren!”
Uwe Danker, Bildungsreferent der DJF, erklärt, warum gerade Karate und Jugendfeuerwehr zusammen passen: “Teamarbeit und Fairplay stehen im Vordergrund. Konzentration, Geschick und Ausdauer sind von entscheidender Bedeutung. Und letztlich wollen wir das Selbstbewusstsein und das Kennen eigener Grenzen bei unseren Jugendlichen fördern. Dazu gehört natürlich auch die ordentliche Portion Spaß und der Erfolg, etwas Neues erreicht zu haben.”
Vorteil: Für die Kooperation sind keine teuren Anschaffungen notwendig. Das Training kann auch in leichter Übungsbeklidung durchgeführt werden. Interessenten können sich bis Ende September 2012 im Bundesjugendbüro der Deutschen Jugendfeuerwehr melden.
Auf Nachfrage von feuerwehrmagazin.de kündigte Uwe Danker weitere Aktionen im Rahmen der “KLAR”-Kampagne zur Gesundheitsförderung an. “Im Jahr 2013 sollen zum Beispiel Seminare für Jugendleiter folgen – sowohl zur Ernährung bei Gruppenveranstaltungen als auch für sportliche Maßnahme.”
Sparsame Helmlampe
Egeln (ST) – Einen Sensor für die automatische Regulierung der LED-Leuchtkapazität besitzt die neue Helmlampe „Adalit L-5“. Im Sparmodus passt sie sich so den Lichtverhältnissen der Umgebung an.
Beim Einschalten der Lampe signalisiert ein Blinken der LEDs die verbleibende Leuchtzeit. Während der ersten vier Stunden bietet die „Adalit L-5“ die volle Kapazität der LEDs mit 135 lm. Per Knopfdruck lässt sich der Sparmodus aktivieren, der eine Leuchtdauer von bis zu 30 Stunden ermöglicht.
Inklusive vier Alkaline-Batterien AAA/RO3 – im Lieferumfang enthalten – wiegt die Helmleuchte 145 g. Das Gehäuse ist aus antistatischem Thermoplast gefertigt. Es soll laut Anbieter Lacont Umwelttechnik besonders widerstandsfähig sein gegen mechanische Belastungen, das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser (Schutzart IP 67), extreme Temperaturen und Chemikalien.
Die „Adalit L-5“ ist zum Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen 1GD geeignet (ATEX-Kennzeichnung Ex II 1 GD Ex ia IIC T4 Ga/Ex ia IIIC T 85°C Da). Sie kann an gängigen Helmtypen – beispielsweise von Gallet, Casco und Bullard – angebracht werden. Als „L-5R“ ist die Lampe auch mit Lithium-Ionen-Akku erhältlich.
Feuerwehrmann erleidet Stromschlag bei Brand
Wolfsburg (NI) – Beim Ablöschen einer brennenden Gartenlaube ist in Wolfsburg ein Feuerwehrmann durch einen Stromschlag verletzt worden. Wie die “Braunschweiger Zeitung” berichtet, war die Leitung in der Laube offenbar freigelegt worden, der Feuerwehrmann kam mit dem spannungsführenden Draht in Kontakt. Sicherheitshalber musste er eine Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus verbringen.
Artikel: “Feuerwehrmann durch Stromschlag verletzt” (Braunschweiger Zeitung, 15. August 2012)

